Heimatmuseum Sternberg

Geschichte
Im ältesten Bürgerhaus der Stadt, von 1747, befindet sich das Heimatmuseum der Stadt Sternberg. Auf dem geschichtsträchtigem Grundstück, befand sich einst das Fürstenschloss Heinrich des II (genannt der Löwe) von 1310- 1329. Nach Heinrichs Tod behielt seine Witwe Agnes, Sternberg als Wohnsitz. Sein Sohn Johann "Herr von Sternberg" hielt sich häufig in Sternberg auf. Er starb 1435 und wurde in der Kirche zu Sternberg beigesetzt. Mit dem Aussterben des Hauses Mecklenburg- Stargard im Jahre 1471 verlor Sternberg die fürstliche Residenz selbst dem Namen nach- das Schloss verfiel. Aufgrund der Judenverbrennung 1492 und der anschließenden Verehrung des Heiligen Blutes wurde 1503 dort ein Augustiner Kloster nebst kleiner Kapelle errichtet. 1510 war das Kloster völlig eingerichtet und arbeitsfähig. 1520 lebten dort 20 Mönche unter einem Prior. 1527 wurde es unter dem Einfluss der Reformation wieder aufgehoben. Der letzte Prior J. Steenwyck behielt noch seine Wohnung im Kloster. Die Gebäude allerdings verfielen rasch.
1637 wurde es noch einmal zur Unterbringung von Landtagsherren während der Landtagszeit genutzt. Später fiel es dem 3. Stadtbrand von 1659 zum Opfer und so wurden auch die Reste der Klostergebäude ein Raub der Flammen.
1736 erwarb der Notar Grosse den "alten verfallenen Klosterhof in seinen alten Grenzen"- 19 Ruten lang und 12 Ruten breit.
1737 begann er mit dem Aufbau des Hauses, welches dann aber dem 4. Stadtbrand von 1741 zum Opfer fiel.
1747 wurde es dann endgültig fertiggestellt. Kurz darauf verstirbt der Notar. Seine Frau bewohnt es aber weiterhin als Witwe.
1779 wird das Haus an den Hauptmann von Plessen verkauft. Im Häuserregister von 1791 wird ein Klosterhauptmann v. Raven als Besitzer erwähnt.
Dann erwirbt es die Familie Schroeder- der Kaufmann Otto Schroeder wurde am 13. Mai 1861 in diesem Haus geboren.
Durch die Geschichte hindurch wurde es weitgehend als Wohnhaus genutzt. Zu Kriegszeiten wurde es von bis zu 6 Familien gleichzeitig bewohnt.
Seit 1977 befindet sich das Heimatmuseum dort.

Sehenswertes
Das Museum umfasst insgesamt 14 Ausstellungsräume:
Ur + Frühgeschichte
Landtagszimmer
Studierzimmer des Heimatforschers Johannes Dörwaldt
Vereine und Feuerwehr
Technikum
Trachten + Handarbeitszimmer
Arbeitsplatz eines Frisörs
Schuhmacher + Schmied
Küche und Wohnzimmer
Nähmaschinenstube
Waschküche
sowie einen Raum für und mit ständig wechselnden Sonderausstellungen

Weiterhin verfügt das Museum über ein Freigelände auf welchem die Acker- und Arbeitsgeräte aus vergangen Zeiten zu bestaunen sind. Das Freigelände umschließt den Museumshof, der mit seinen Sitzgelegenheiten zum Verweilen einläd. Außerdem dient er dem all-jährlich stattfindenden Heimatabend des Heimatvereinseins als Austragunsgort. Mit Künstlern und Tanzgruppen der Region wird dem Publikum ein umfangreiches Programm dargeboten, welches jedes Mal zum Mitmachen, Mitsingen und Mittanzen einläd.

Besonderes (Highlights)
Der (erwähnte) Heimatabend im August des Jahres.
Die wissenschaftliche Aufbereitung des "Sternberger Kuchens" - ein Kalk- Sandstein mit zahlreichen Fossilien drin- nicht nur für Geologen interessant.
Jedes Jahr wechselnde Sonderausstellungen
Waschen wie zu Oma's Zeiten - für Kindergartengruppen und Schulklasen.

Öffnungszeiten:

April - Juni und September - Oktober
Dienstag und Donnerstag: 10.00 - 15.00 Uhr

Juli - August
Dienstag - Donnerstag: 10.00 - 15.00 Uhr
Sonntag: 14.00 - 16. 00 Uhr auf Anfrage- Tel.: 01637196326 oder 0176/ 45952238

Preise
Erwachsene (ab 18 Jahre) 3,00 €
mit Kurkarte 2,50 €
Kinder (ab 6 Jahre) 0,50 €
mit Kurkarte frei

Familienkarte
Erwachsene und mind. 1 Kind 5,00 €
Gruppen ab 10 Personen 2,50 €
mit Führung 3,50 €
Führungspauschale 10,00 €

Wir bitten bei Gruppen von mehr als 10 Personen um vorherige Anmeldung! Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

zusammengestellt von Antje Kühl im Februar 2014

Kontakt:
Heimatmuseum Sternberg

Mühlenstr. 6
19406 Sternberg
Telefon (03847) 2162

E-Mail: heimatmuseum@stadt-sternberg.de
Internet:www.heimatmuseum.stadt-sternberg.de